Winfried “Winne“ Hess  †

 

Mit großer Trauer müssen wir euch heute, am 23. Februar 2026 mitteilen, dass unser langjähriger Vereinspräsident Winfried “Winne“ Hess im Kreise seiner geliebten Familie nach schwerer Krankheit verstorben ist.

 

Winne Hess geboren am 12. Januar 1956 war Gründungsmitglied beim PCB Horb und hat in seiner eigenen Art den Verein geprägt wie kein anderer. Sein Engagement für die Jugendspieler, in den einzelnen Mannschaften, im Organisieren von Turnieren und nicht zuletzt beim Baden-Württembergischen Boule-Verband wird uns immer in Erinnerung bleiben. Seine Herzlichkeit jedem Spieler gegenüber, sowie sein Humor mit dem er jede schwierige Situation auflösen konnte, wird uns für immer unvergesslich sein.

 

Mit Winne Hess haben wir ein nicht nur engagiertes Mitglied unseres Vereines verloren, sondern auch einen echten Freund und geschätzten Kameraden. Sein unermüdlicher Einsatz für seinen Sport im Verein und Verband wird uns immer in Erinnerung bleiben. Wir sagen Danke für alles, was du für den PCB Horb und den Pétanque-Sport in Baden-Württemberg und Deutschland geleistet hast. Du wirst eine große Lücke in unserem Verein hinterlassen, aber wir werden versuchen, diese Lücke in deinem Geiste aufzufüllen um dein Lebenswerk weiterzuführen.

 

Winne Hess, dein Platz im Verein wird leer bleiben, aber die Erinnerung an dich werden wir immer im Herzen tragen.

 

 


Nachruf des Vorsitzenden des BBPV - Kai Kutsch

Liebe Trauergemeinde, liebe Familie, liebe Freundinnen und Freunde von Winne, 

 

heute stehen wir hier zusammen, um Abschied zu nehmen von Winfried Hess – unserem Winne, Und obwohl Abschied immer schwer ist, stehen wir nicht nur in Trauer hier, sondern auch in Dankbarkeit. Dankbarkeit für einen Menschen, der so viele von uns berührt hat und der mit seiner ruhigen, warmen Art Spuren hinterlassen hat, die bleiben werden.

 

Winne war keiner, der laut sein musste, um gehört zu werden. Er war einer von denen, die durch ihr Handeln sprechen. Still, verlässlich, mit einem offenen Herzen und einem klaren Blick für das, was wirklich wichtig ist: Gemeinschaft, Fairness und Zusammenhalt.

Für viele von uns war Winne weit mehr als ein Vereinskamerad. Er war Freund, Ratgeber, Teamkollege – und manchmal auch einfach der Mensch, der da war, wenn man ihn brauchte. Gerade deshalb schmerzt sein Verlust so sehr. Und deshalb gilt heute unser tiefstes Mitgefühl seiner Familie und allen, die ihm besonders nahestanden. Einen solchen Menschen gehen zu lassen, ist unendlich schwer.

Gleichzeitig dürfen wir uns erinnern – und diese Erinnerungen tragen auch ein Lächeln in sich.

 

Winne hat den Boule-Sport nicht einfach gespielt. Er hat ihn gelebt. In der zweiten Hälfte seines Lebens entdeckte er seine Leidenschaft für das Spiel – und zeigte bald, dass in ihm ein außergewöhnliches Talent steckte. Viele erinnern sich noch an Ligaspiele, an konzentrierte Würfe, an seine ruhige Art auf dem Platz. Nie laut, nie überheblich – aber immer präsent. Und oft erfolgreich.

 

Mit der ersten Mannschaft vom PC Horb feierte er große sportliche Erfolge. Meisterschaften, der Aufstieg in die höchste Spielklasse der BaWü-Liga und schließlich 2010 der Sprung in die neu gegründete Bundesliga. Gleich im ersten Jahr führte er das Team zur Vizemeisterschaft – ein Moment, auf den der ganze Verein stolz war.

 

Doch vielleicht noch wichtiger als seine sportlichen Erfolge war sein Engagement für andere. Besonders für die Jugend.

Über elf Jahre lang war Winni Jugendreferent im Landesverband. In dieser Zeit hat er unzähligen jungen Menschen den Weg in den Boule-Sport geöffnet. Er hat ihnen nicht nur Technik beigebracht, sondern auch Werte: Fairness, Respekt und Freude am gemeinsamen Spiel.

Das von ihm ins Leben gerufene Jugendwochenende ist bis heute ein fester Bestandteil unseres Kalenders. Und jedes Mal, wenn junge Spielerinnen und Spieler dort zusammenkommen, lebt ein Stück von Winnes Idee weiter.

 

Auch im Verein selbst war sein Einsatz außergewöhnlich. Mehr als zwanzig Jahre lang arbeitete er im Vorstand des PCB Horb, neun davon als Präsident. Wer mit ihm zusammengearbeitet hat, weiß, wie verlässlich er war. Ruhig, sachlich, immer lösungsorientiert. Er stellte nie sich selbst in den Mittelpunkt – immer den Verein.

 

Und als wäre das nicht genug gewesen, kümmerte er sich auch um die „Boule Zeitung“. Zweimal im Jahr brachte er sie heraus, gestaltete sie, schrieb mit, organisierte den Druck. Für viele war sie eine wichtige Verbindung innerhalb der Boule-Gemeinschaft.

Wenn man all das hört, könnte man meinen, Winni hätte nie eine Pause gemacht. Und tatsächlich schien es oft so, als würde er nie müde werden. Aber dabei blieb er immer der gleiche: bescheiden, freundlich, aufmerksam.

 

Winni war ein stiller Riese unseres Sports. Einer von denen, die nicht im Rampenlicht stehen müssen, um Großes zu bewirken.

Und genau deshalb wird er fehlen.

Er wird fehlen auf dem Bouleplatz.

Er wird fehlen bei Gesprächen im Verein.

Er wird fehlen in Momenten, in denen man denkt: Jetzt würde Winne wissen, wie man das ruhig und klug löst.

 

Aber gleichzeitig bleibt er auch.

Er bleibt in den Erinnerungen an gemeinsame Spiele.

Er bleibt in der Jugend, die er gefördert hat.

Er bleibt in unserem Verband , den er so lange geprägt hat.

Und er bleibt in den Geschichten, die wir noch lange über ihn erzählen werden.

Vielleicht ist das das Tröstliche heute: Dass ein Mensch zwar gehen kann, aber das Gute, das er hinterlassen hat, weiterlebt.

 

Lieber Winne,

wir danken dir für alles, was du für unseren Verband, den Verein, den Boule-Sport und für uns als Menschen getan hast.

Wir werden dich vermissen – als Funktionär, als Spieler, als Präsident, als Wegbegleiter und vor allem als Freund.

Unser tiefes Mitgefühl gilt deiner Familie und allen, die dich lieben.

Und wir versprechen:

 

Wir werden dein Andenken in Ehren halten.

Ruhe in Frieden, Winne.

 

 

Nachruf von Klaus Endress (BBPV)

Liebe Silke,

 

1930 schrieb Richard Heymann das Lied „Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt“ für eine Film-Operette. Das Lied ist – in Deutschland wie in Frankreich – aufgrund seiner allgemein gültigen Aussage in den Rang eines gültigen Volksliedes aufgerückt.

Für mich war Winne mein bester Freund. 2010 haben wir uns bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in Villingen-Schwenningen das erste Mal getroffen.

 

Ende 2010 rief mich Winne an, ob ich mit ihm die Jugendarbeit beim Boule Boccia Verband Baden-Württemberg übernehmen möchte. Er als Jugendreferent und ich als Landestrainer. Das haben wir dann elf Jahre zusammen gemacht.

Jahre später habe ich Winne mal gefragt, wie er auf mich gekommen war. Er wusste es nicht mehr – und ich auch nicht. Das war die Fügung für unsere elf Jahre Jugendarbeit für BaWü.

 

Bei Zugfahrten zu Sitzungen haben wir viel geredet. Ich habe dann schnell gemerkt, dass wir beide auf einer Wellenlänge ticken. Da wir beide in den 1950ern geboren sind, war die Musik der 60er immer ein Thema. Ich die Beatles und Rolling Stones, er die Doors.

Auch zu politischen Themen haben wir immer Gesprächsstoff gefunden. Seine Einstellung zum Leben war sehr demokratisch und sozial.

Winne konnte gut mit Kindern und Jugendlichen und fand immer den richtigen Ton.

 

Seine großen Stärken waren das Organisieren und Vorbereiten von Landesmeisterschaften und Deutschen Jugendmeisterschaften. Auf ihn konnten sich alle verlassen.

Bei Meisterschaften hat mir Winne immer den Rücken freigehalten, zum Beispiel, wenn Eltern oder andere nicht immer mit unserer Aufstellung einverstanden waren. Da hat er immer gut demokratisch vermitteln können.

 

Die Zeit mit Winne möchte ich nicht missen.

 

Lieber Winne, danke für die vielen schönen Jahre mit dir.

  

 

Klaus Endress